24. Isnyer Orgelherbst: En prière – Geistliche Musik aus Frankreich
ISNYER ORGELHERBST STARTET
Der Förderverein Kirchenmusik St. Georg & St. Maria veranstaltet in diesem Jahr die 24. Auflage des Isnyer Orgelherbsts. Im September sind zwei Konzerte geplant: das Erste findet am 21. September statt, das Zweite am 28. September. Die beiden Konzerte beginnen jeweils um 17 Uhr in der Kirche St. Maria. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der MusikerInnen werden erbeten.
Neu ist in diesem Jahr, dass der Isnyer Orgelherbst aus vier statt drei Konzerten besteht. Die Katholische Kirchengemeinde Isny hat mit der Kirche St. Georg und der Kirche St. Maria zwei großartige Räume zur Verfügung. So gibt es in beiden Kirchen auch zwei klangvolle Orgeln. „Die zwei Orgeln könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Orgel in St. Maria eignet sich mehr für romantische Musik, auf der Orgel in St. Georg klingt die Musik des Barock und der Klassik besonders. Mir ist wichtig, dass beide Orgeln zweimal beim Orgelherbst erklingen“, äußert sich Kirchenmusiker Christian Schmid.
Am 21. September um 17 Uhr sind mit Johanna Pommranz (Sopran), Filippa Moeres-Busch (Mezzosopran) und Lukas Nagel (Orgel) in der Kirche St. Maria drei hochkarätige junge MusikerInnen in Isny zu Gast, die aktuell im Großraum Stuttgart leben und wirken. Sie haben ihr Konzert unter den Titel „En prière – Geistliche Musik aus Frankreich“ gestellt.
Im Zentrum stehen mit der „Messe basse“ von G. Fauré und der „Messe pour deux voix égales“ (Op. 167) von C. Chaminade zwei Messvertonungen für zwei Frauenstimmen und Orgel. Fauré veröffentlichte die „Messe basse“ im Jahr 1907. Es handelt sich aber um ein stilles Meisterwerk, das sich durch seine Schlichtheit und Tiefe auszeichnet. Chaminade erlangte zu Lebzeiten sowohl als Komponistin als auch als Pianistin große Beliebtheit. Nach ihrem Tod schwand jedoch das Interesse an ihren Werken. Die „Messe pour deux voix égales“ ist eines ihrer bemerkenswertesten Werke. Mit „Priez pour paix“ von F. Poulenc und dem „En prière“ von G. Fauré runden zwei Werke für Gesang und Orgel das Programm ab.
Solistisch tritt die Marienorgel mit „Prière“ (Op. 20) und „Cantabile“ von C. Franck in Erscheinung. Franck ist einer der bedeutendsten französischen Komponisten und Organisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein „Prière“ wird als musikalisches Gebet verstanden, das zum einen spirituelle Tiefe und zum anderen künstlerische Integrität vereint.