Deutschland im Reformrausch – Fortschritt für wen?

„Deutschland im Reformrausch – Fortschritt für wen?“

Der renommierte Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge referiert am Donnerstag, 23. Juli 2026 um 20 Uhr im Lindauer Club Vaudeville auf Einladung des Kulturforums der Linken im Landkreis Lindau.

In Deutschland herrsche, so der Referent, seit dem letzten Regierungswechsel soziale Eiseskälte, verbunden mit dem ständigen Ruf nach „schmerzhaften“ Reformen. Paradoxerweise würde so getan, als ginge es den Armen – Geflüchtete und Menschen im Bürgergeldbezug sowie unterbezahlten Lohnabhängigen – zu gut und den Reichen – Unternehmern und Kapitalanlegern – zu schlecht. Auch die geplante Steuerreform der Regierungskoalition bringe eher Vorteile für Gutbetuchte als für GeringverdienerInnen. In einem Punkt hat der Bundeskanzler nach Ansicht von Christoph Butterwegge allerdings recht: Der bestehende Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, nämlich dann nicht, wenn der Rüstungshaushalt wie geplant im Laufe der Legislaturperiode verdreifacht wird. Die entscheidende Frage, so Christoph Butterwegge, laute: „Rüstungs- oder Sozialstaat? Butter und Kanonen, das bemerkten schon die Nazis, lassen sich nicht gleichzeitig bezahlen. Wir müssen uns angesichts der massiven Aufrüstung für eins von beiden entscheiden“. Der Referent plädiert schon wegen seines Familiennamens für die Butter.

Eintritt frei

Spenden erwünscht!

Einlass: 19:30
Beginn: 20:00