Nabada
Nabada, auch Nabaden genannt, enthält die schwäbische Kurzform „na“ für „hinab“. Der Begriff bedeutet also „Hinab-baden“.
Nach der Rede des Oberbürgermeisters am Schwörmontag bricht am Nachmittag die pure Feierlaune aus: Der Fluss verwandelt sich in einen bunten Teppich voller Schlauchboote. Dazwischen wogen Musikkapellen auf Holzbooten und schmettern ihre Lieder übers Wasser. Blickfang schlechthin sind die riesigen Aufbauten, die sich fantasievoll auf den sogenannten Themenbooten erheben. Sie zeigen, ähnlich wie die Wägen beim Karneval, spöttische Kritik an aktuellen Themen der Stadt- und Weltpolitik. Vereine und andere Gruppen zimmern, hämmern und bemalen sie jedes Jahr eigens fürs Nabada.
Beim Nabada fahren auch die schwarz-weiß gestrichenen Boote Ulmer Schachteln. Mit ihnen exportierte die Handelsstadt Ulm einst gewinnbringend Waren in ferne Länder. Beim heutigen Nabada schippern auf ihnen die Ehrengäste flussabwärts.
