„Zeitpunkte – Ein Dialog der Epochen“ Orgel solo beim 25. Isnyer Orgelherbst
Orgel solo beim 25. Isnyer Orgelherbst
Am Sonntag, 18. Oktober 2026, lädt der Förderverein Kirchenmusik St. Georg – St. Maria um 17 Uhr zum dritten Konzert des 25. Isnyer Orgelherbstes in die Kirche St. Maria in Isny ein. Markus Eichenlaub, der als Bezirkskantor an der renommierten Jesuitenkirche in Heidelberg tätig ist, gestaltet ein abwechslungsreiches Konzert. Eine Besonderheit ist die Uraufführung eines Werks, das der Komponist dem Künstler des Abends gewidmet hat. Der Eintritt ist frei; zur finanziellen Unterstützung der Konzertreihe wird freundlich um Spenden gebeten.
Markus Eichenlaub absolvierte sein Studium in Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart und er schloss sein Studium der Kirchenmusik und Orgel (Konzertexamen) mit mehreren Auszeichnungen ab. In Folkwang unterrichtete er Orgelliteratur und liturgisches Orgelspiel, fast zeitgleich (von 1998 – 2010) war er Domorganist am Limburger Dom. Von 2010 bis 2026 war Markus Eichenlaub als Domorganist am Speyerer Kaiser- und Mariendom für die gesamte liturgische und konzertante Orgelmusik zuständig.
\“Zeitpunkte – Ein Dialog der Epochen\“ ist der Titel des Konzerts, in dem die Zuhörer erleben können, wie durch Werke verschiedenster Epochen ein musikalisches Zwiegespräch entsteht und Antworten hörbar werden: ein Dialog, der den Bogen spannt vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Eröffnet wird das Konzert mit dem majestätischen Werk Praeludium und Fuge in C-Dur (BWV 547) von Johann Sebastian Bach (1685-1750), ergänzt durch das sehr bekannte Air aus der 3. Orchestersuite von J. S. Bach, die Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) für Orgel bearbeitet hat.
Das folgende Stück Tierce en taille aus einer Messkomposition von François Couperin (1688-1733) bringt die Heiterkeit und Verspieltheit der Sakralmusik im französischen Barock zum Ausdruck. Das älteste Werk des Konzerts Obra de 8° tono alto: Ensalada wurde komponiert von dem spanischen Mönch Sebastián Aguilera de Heredia (1561-1627), einer großen Persönlichkeit der Aragonesischen Musikschule.
Es folgt die Évocation à la Chapelle Sixtine des Romantikers Franz Liszt (1811-1886), der sich dabei von der Musik der Sixtinischen Kapelle in Rom inspirieren ließ.
Einen Tanz der Engel bringt der 1974 geborene französische Komponist und Organist Julien Bret in seinem Werk La valse des anges zum Klingen.
Danach ist eine Komposition des US-Amerikaners Leo Sowerby (1895-1965) zu hören. Sie heißt Comes Autumn Time (Der Herbst kommt) und trägt die Charakterbezeichnung „Joyously“ (fröhlich).
Das jüngste Werk des Konzerts ist die Studie op. 12 von Kai Schreiber (*1975). Es erlebt an diesem Abend seine Uraufführung und ist dem Konzertorganisten Markus Eichenlaub gewidmet. Mit Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) begegnen die Konzertbesucher dem zweiten Vertreter der Romantik. Ein beschwingtes und lyrisches Corrente e Siciliano und ein Finale aus seiner Ersten Partita bilden den Abschluss des Konzerts.
Das Publikum taucht bei diesem Konzert ganz in die Welt des Orgelspiels ein. Dank einer Videoübertragung wird es möglich sein, dem Organisten während des Spiels zuzusehen. Das vierte und letzte Konzert des 25. Isnyer Orgelherbst gestalten am 15. November 2026 um 17 Uhr in der Kirche St. Maria die Stadtkapelle Isny unter Leitung von Stadtmusikdirektor Markus Radigk und Kirchenmusiker Christian Schmid an der Orgel.
